Ich habe mit den hier veröffentlichten Bauteil-Werten mittlerweile rund 100 Lichtschranken gebaut, die seit einigen Wochen im Alltagsbetrieb sind. Von einigen Kleinigkeiten abgesehen arbeiten sie problemlos, es kam bei korrektem Einbau zu keinen Fehlauslösungen, und es sind auch keine Züge "durchgerutscht".
Beim Aufbau sollte unbedingt darauf geachtet werden, daß keine Kurzschlüsse entstehen. Das kann den Halbleitern schnell den Garaus machen und ist äußerst nervig. Ich spreche da aus Erfahrung... Zum Testen der Lichtschranke kann eine Leuchtdiode mit 1 kOhm-Vorwiderstand zwischen einen der Stromversorgungs-Kontakte und den s88-Anschluß gelötet werden, wobei die Kathode zum s88-Pad führen muß.
Beim Einbau der Lichtschranke sollte darauf geachtet werden, daß der IR-Transistor so ausgerichtet wird, daß der Schatten der Fahrzeuge darauf fällt. Grund hierfür ist, daß die Lichtschranke empfindlich auf Umgebungslicht reagiert, wobei ich Fehlfunktionen bisher nur bei direkter Halogenbestrahlung (bei 105 Watt in 1,50 m Abstand löst die Lichtschranke nicht aus) feststellen konnte.
Ganz so flach, wie ich es mir vorgestellt habe, ist die Lichtschranke leider nicht. Ich habe an den Stellen, an denen eine Lichtschranke eingebaut wird, meine Schallschutz-Korkbahn aufgetrennt und die Lichtschranke mit Montageband fixiert. Das fixiert auch gleichzeitig das Gleis seitlich. Danach dann die IR-Elemente an den Seiten möglichst weit nach oben gezogen, damit sie über die Schienenoberkante ragen.

Im Normalkreis (R1) kommt eines der IR-Elemente sporadisch einem langen Fahrzeug in die Quere. Betroffen sind bei mir z.B. der ICE und der niederländische Posttriebwagen. In diesem Fall muß ggf. die Lichtschranke minimal versetzt werden, damit genug Abstand zum Bauteil bleibt, das im Innenraum der Kurve nach oben ragt..
Die Stromversorgung sollte durch eine unabhängige Stromquelle erfolgen und nicht aus dem Gleis. Letzteres kann bei "Nothalt" zu Problemen führen, weil dann die Lichtschranke auslöst. Der Verbrauch hält sich in Grenzen: Ich habe 95 Lichtschranken, 20 LED-Weichenbeleuchtungen und 19 herkömmliche Glühlampen problemlos an einem alten 32 VA-Trafo betreiben können. Zugegeben: Warm ist ihm geworden. Die Lichtschranken arbeiten stabil bis etwa 13-14V~, darunter kann es zu Fehlauslösungen kommen.

Sicherheitshalber habe ich auf den vorherigen Seiten den Widerstand für die IR-Diode von 1 kOhm auf 680 Ohm reduziert. Bei 1 kOhm kam es bei Dunkelheit sporadisch zu Fehlauslösungen bei einzelnen Lichtschranken; mit einem geringeren Widerstand sollte dieses Problem behoben sein. Ich habe es jedoch in der Praxis bisher nicht getestet.
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