Die E10 238 (Märklin 3039) ist ebenfalls eine von vier Lokomotiven, die ich als "defekt" bei eBay ersteigert habe. Das Gehäuse ist schon leicht angegriffen, die Pantographen sind ebenfalls nicht in bestem Zustand, die Kupplungen sind teilweise abgebrochen, Elektrik ist fast nicht vorhanden... ein gutes Übungsobjekt also.

Da ich gerade dabei war, verschiedene Decoder zu testen, habe ich mich bei der E10 für den Uhlenbrock 75200 entschieden. Dabei handelt es sich um einen lastgeregelten Decoder, mit dem sich Allstrommotoren umrüsten lassen.

Der Decoder ist etwas größer als der 75100 von Uhlenbrock, etwa so groß wie ein mechanischer Fahrtrichtungsumschalter, nur dünner. Praktischerweise hat er eine Bohrung, so daß er wie ein mechanischer Umschalter an das Gehäuse geschraubt werden kann.

Ich habe also diesmal Abstand von meiner "Lieblingswaffe" genommen und statt zur Klebepistole lieber zum Schraubendreher gegriffen. Allerdings mißtraue ich doch der Verbindung "Platine" und "Metallgehäuse", daher habe ich vor dem Festschrauben einen Streifen Isolierband zwischen Decoder und Halterung geklebt, wie man auf dem folgenden Bild vielleicht erkennt.

Leider lassen die Fahreigenschaften bei dieser Kombination etwas zu wünschen übrig. Meine E10 238 hat also noch eine Reihe weiterer Decoder bekommen, die mich alle nicht überzeugt haben. Nachdem der 75200 auch in anderen Loks mehr schlecht als recht funktioniert hat, bin ich zu dem Schluß gekommen, daß zumindest dieser Decoder nichts taugt.

Mittlerweile habe ich in meiner E 10 238 allerdings eine ganze Reihe von Decodern ausprobiert, und keiner hat wirklich das Ergebnis geliefert, das ich mir vorstelle. Erst ein Umbau auf den "Hochleistungsantrieb" brachte das gewünschte Ergebnis. Zusammen mit einem Kühn T145 fährt sie nun einwandfrei.

Die Bedruckung der Lok würde heute sicher nicht mehr durchgehen. Aber immerhin kann man die meisten Buchstaben lesen.

Als Zug für diese Lok habe ich drei Silberlinge auserkoren. Auch wenn die E10 eigentlich nicht wendezugfähig war, fährt sie bei mir trotzdem im Wendezugbetrieb.

Die Beleuchtung der Silberlinge ist mit LED und Linearreglern erfolgt.

Anders als beim D-Zug habe ich hier allerdings nur 4 superhelle LED von
Reichelt verwendet. Das Licht ist durch
den leeren Innenraum trotzdem sehr gleichmäßig. Lediglich durch die Brechungen an den
Fensterrahmen ist von außen zu erkennen, wo die LED sitzen.

Außerdem habe ich bei diesen Wagen das erste Mal ernsthaft einen Spannungsregler als Konstantstromquelle eingesetzt. Am analogen Trafo erreicht der Wagen bereits etwa bei "100" seine volle Leuchtstärke, der Umschaltimpuls macht ihm nichts aus. Im Digitalbetrieb verhilft der Kondensator zusammen mit dem LM317 dem Zug zur konstantesten Innenbeleuchtung, die auf meiner Anlage herumfährt. Auch wenn mich Spannungsregler bisher nicht überzeugt haben - jetzt bin ich es.

Ebenfalls anders als beim D-Zug habe ich die Platinen hier mit Heißkleber ins
Blechdach geklebt. Deutlich erkennbar:
Conrad
hatte mal wieder nicht das auf Lager, was ich gerne gekauft hätte. Der
Festspannunsgregler links ist mit 1,5 A belastbar - deutlich mehr, als meine Beleuchtung
jemals verbrauchen wird.

Als weiteres Detail habe ich dem Steuerwagen einen eigenen Decoder verpaßt. Er ersetzt
den in vielen Steuerwagen verwendeten Schleppschalter. Es handelt sich um einen AnDi von
Uhlenbrock, aber jeder andere Decoder
mit fahrtrichtungsabhängigem Funktionsausgang tut es auch. Auf den Bildern ist nicht so
gut zu erkennen, daß die beiden Farben deutlich unabhängig voneinander leuchten: große
rote Rücklichter innen, kleine gelbe Scheinwerfer außen.


Der Decoder hat seinen Platz im Wagenboden gefunden. Die Lochrasterplatine, auf der die LED montiert sind, bildet quasi die "Rückwand" des Steuerabteils. Eine Maske aus dünnem Sperrholz, schwarz lackiert und auf den Bildern nicht zu sehen, sorgt dafür, daß man die Platine nicht durch die Fenster des Steuerabteils sehen kann.

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