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Reinigungszug mit V 188.

Ein schwerer Brocken im unermüdlichen Einsatz für die Sauberkeit auf der Anlage.

Kontaktprobleme und verschmutzte Getriebe sind ein stetes Ärgernis auf der Modellbahn. Mit den Reinigungsfahrzeugen von extern.gif (1014 Byte) Lux Modellbau vermindert sich der Reinigungsaufwand um ein Vielfaches, spart man sich doch die regelmäßigen Ausflüge mit Staubsauger, Alkohol und Wattestäbchen auf der Strecke.

Der Reinigungszug besteht aus zwei Wagen. Beide bieten noch viel Raum für Verbesserungen.

Gleisreinigungswagen

Der erste Wagen ist der Staubsauger, der losen Staub von der Strecke saugt.

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Der Reinigungswagen hat das Problem, daß der Schleifer seine Fahreigenschaften extrem verschlechtert. Zudem ist er zu leicht, so daß er in Kurven und vor allem auf Weichen ein unbefriedigendes Fahrverhalten zeigt.

Ich habe also zunächst den Wagen etwas beschwert. Hierzu habe ich unter den Wagenboden Gewichte geklebt. Diese sind mit Bleikugeln gefüllt und grau lackiert, damit sie nicht gar so sehr ins Auge springen.

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Des weiteren habe ich den Schleifer entfernt und stromführende Kupplungen von extern.gif (1014 Byte) Tams eingesetzt.

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Die Stromversorgung erfolgt von der Lok aus, im Gleisreinigungswagen befindet sich der Hauptteil der Elektronik, und von hier aus führt wiederum eine Leitung zum Schienenschleifwagen.

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Die Elektonik des Zuges besteht aus drei Teilen. Hier sind Teil 1 und 2: Unten eine Platine, die den Schaltregler für die Motoransteuerung des Staubsaugers enthält. Der Motor läuft stets mit maximaler Drehzahl. Darauf kopfüber eine Platine mit einer kleinen Schaltungslogik: F1 schaltet Schleif- und Saugbetrieb ein, mit F2 und F3 kann eines von beiden deaktiviert werden. Der extern.gif (1014 Byte) Märklin-Funktionsdecoder schaltet unter extern.gif (1014 Byte) Motorola 1 und im Analogbetrieb F1 ein, alle anderen Funktionen aus. Durch die Schaltung kann der Zug auch analog / unter Motorola 1 eingesetzt werden, unter Motorola 2 können die Wagen dann auch einzeln geschaltet werden.

Schienenschleifwagen

Etwas mehr mechanischen Aufwand erforderte der Schienenschleifwagen.

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Hier mußte zunächst ebenfalls das Gewichtsproblem behoben werden. Hier konnten Bleikugeln direkt in den Wagenboden "gegossen" werden. Lux hat bei beiden Wagen dieselben Gehäuseteile verwendet, so daß beim Schienenschleifwagen ein Hohlraum zur Verfügung steht, der beim Staubsauger mit dem Radiallüfter gefüllt ist.

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Ein weiteres Problem ist das offenliegende Getriebe des Antriebs sowie die insgesamt offene Bauweise des beweglichen Teils im Innenraum. Hier sammelt sich nach kürzester Zeit unendlich viel Staub, der von der Schleifronde direkt in den Innenraum geschleudert wird.

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Aus diesem Grunde habe ich ein dünnes Metallblech durch die vorhandenen Streben gewoben, das zumindest einen großen Teil des Staubs abhält. Lux hätte Schutzbleche anbringen sollen, oder einen zusätzlicher Lüfter, der den aufgewirbelten Staub gleich absaugt.

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Die Elektronik schließlich fällt etwas einfacher aus als beim Staubsauger. Die Platine enthält erneut einen Schaltregler, diesmal mit zusätzlichem Potentiometer, um die Drehgeschwindigkeit des Motors anzupassen.

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Zuglok

Als angemessene Zuglok für diesen Zug hat sich die V 188 herausgestellt. Dank ihrer zwei Motore zieht Sie den Zug klaglos auch über ausgedehnte Weichenfelder.

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Eigentlich wollte ich dieser Lok einen zweiten Schleifer spendieren, schließlich fährt so ein Reinigungszug unter Umständen auch über stark verschmutzte Gleise. Ich habe jedoch den Platz lieber genutzt, um den Kabeln der stromführenden Kupplung mehr Bewegungsfreiheit zu geben.

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Wenn sich der Zug in Bewegung setzt, sieht man dem Modell das hohe Gewicht und die geballte Kraft förmlich an.

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Elektronik

Hier noch einige Infos zur Elektronik des Zuges, falls jemand die Schaltungen nachbauen möchte. Allgemeine Informationen zum von mir verwendeten Schaltregler sind hier zu finden.

Ein wichtiger Hinweis: Meine Schaltungen erheben nicht den Anspruch, die perfekte Lösung zu sein. Es gibt andere Schaltungen, und möglicherweise hat sich irgendwo ein Fehler versteckt, den ich bisher noch nicht entdeckt habe. Der Nachbau geschieht also auf jeden Fall auf eigene Gefahr - ich kann nur versprechen, daß die beschriebene Elektrik bei mir seit einigen Jahren (naja, seit 2005) problemlos funktioniert.

Die Stromversorgung erfolgt wie gesagt über drei Platinen. Die ersten beiden Platinen sind über Kopf aufeinandergelötet.

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Platine 0

Zunächst die obere Platine (zum Vergrößern bitte anklicken):

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Sie stellt über die Lötpads an der Seite die Verbindung zum Decoder her. An diese Platine wird nur der Decoder angeschlossen. Die Pads im einzelnen:

~ Anschlüsse für "Schiene" und "Mittelleiter" des Decoders
+ gemeinsamer Rückleiter des Decoders, bei Märklin normalerweise orange
- Elektronik-Masse des Decoders; die Schaltung funktioniert normalerweise auch ohne diesen Anschluß
F1 Funktionseingang zur Aktivierung von Staubsauger und Schleifer
F2 Funktionseingang zur Deaktivierung des Schleifwagens
F3 Funktionseingang zur Deaktivierung des Staubsaugers

Man kann vermutlich guten Gewissens die Hälfte der Widerstände einsparen, aber da die Schaltung funktioniert, habe ich sie nicht weiter verändert. Vorteil dieser Platine ist es, daß der Schaltregler weitgehend vom Decoder abgekoppelt ist. Falls mal was schiefgeht, müssen nur einige billige Transistoren dran glauben und kein teurer Decoder. Es kann auch ein Decoder mit geringer Belastbarkeit verwendet werden, da die Stromversorgung über einen zusätzlichen Gleichrichter erfolgt.

Benötigte Bauteile:

2x Widerstand 47 Ohm
3x Widerstand 4,7 kOhm
3x Widerstand 100 kOhm
2x Diode 1N4148
2x Transistor BC337-16
1x Transistor BC327-16

Die verlinkte Grafik kann mit 600 dpi ausgedruckt und als Belichtungsvorlage verwendet werden.

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Platine 1

Die untere der beiden Sandwich-Platinen enthält den Schaltregler für den Staubsauger.

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Die Lötpads dienen zur Verbindung der beiden Platinen mit der Anlage, dem Motor und dem Schienenschleifwagen:

~ Anschlüsse für Radkontakte und Schleifer
+/- 2,8V Anschluß für den Motor des Staubsaugers - Polung beachten, sonst ist es ein Staubgebläse
+/- 20V Anschluß für den Schleifwagen - Polung beachten!

Der Schaltregler liefert eine feste Ausgangsspannung von 2,8 Volt. Benötigte Bauteile

1x Widerstand 1 Ohm
1x Widerstand 1,2 kOhm
1x Widerstand 1,5 kOhm
1x Diode 1N5819
1x Drossel 220 µH
1x Keramik-Kondensator 470 pF
1x Elektrolyt-Kondensator 100 µF 35V
1x Elektrolyt-Kondensator 470 µF 10V
1x DIL-Gleichrichter B40C
1x MC34063A

Die verlinkte Grafik kann wieder mit 600 dpi ausgedruckt und als Belichtungsvorlage verwendet werden.

platine1kupferklein.gif (17944 Byte)

Platine 2

Die letzte Platine schließlich enthält den Schaltregler für den Schleifwagen.

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Die Spannung (und damit die Drehzahl) ist regelbar. Die Schaltung ist relativ kraftlos, d.h. die Schleifronden von Lux sind absolut kein Problem, aber das schwergängige Filz bringt den Motor schnell zum Stillstand.

platine2klein.gif (21945 Byte)

Die Pads im einzelnen:

+/- 20V Eingang der Platine vom gleichnamigen Anschluß der Platine 1
+/- 1,2-2,9V Ausgang für den Antrieb des Schleifwagens

Die meisten Bauteile sind schon von Platine 1 bekannt, neu ist nur der Trimmer zur Einstellung der Spannung.

1x Widerstand 1 Ohm
1x Widerstand 100 Ohm
1x Widerstand 6,8 kOhm
1x Trimmer 10 kOhm
1x Diode 1N5819
1x Drossel 220 µH
1x Keramik-Kondensator 470 pF
1x Elektrolyt-Kondensator 100 µF 35V
1x Elektrolyt-Kondensator 470 µF 10V
1x MC34063A

Auch diese Grafik kann natürlich mit 600 dpi ausgedruckt werden:

platine2kupferklein.gif (17944 Byte)

Hinweise zum Nachbau

Zum Testen können an die Motor-Ausgänge LED mit je einem 50-Ohm-Widerstand angelötet werden. Die Schaltung kann auch an einen einfachen Wechselstrom-Trafo angeschlossen werden. Bei Verbindung von "-" mit "F1" müssen beide LED leuchten, bei Verbindung mit "F2" muß eine ausgehen, bei Verbindung mit "F3" die zweite.

Bei Anschluß des Decoders muß darauf geachtet werden, daß die Kabel möglichst nicht starr von der Platine wegstehen, denn direkt an der Lötpad-Seite ist auch die Außenwand des Gehäuses. Schlimmstenfalls kann die obere Platine etwas zur Seite gebogen werden, damit die Kabel Platz haben. Die obere Platine 0 wird nur durch die 7 Drahtbrücken zur Platine 1 festgehalten, eine zusätzliche Verschraubung ist nicht vorgesehen.

 

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